Brüssel: Ein Comic-Spaziergang durch die Marollen

Das Marollenviertel liegt im Herzen Brüssels und doch finden nur wenige Touristen den Weg hierhin. Das ist irgendwie auch erfreulich, zumindest wenn man sich als Reisende gerne mal ‘unters Volk mischt’. Ich bin ja schon viele Male durch das Viertel geschlendert aber diesmal war das Thema Comic dran und siehe da – es gab einige Überraschungen – ich entdeckte Ecken, die ich bis dato nicht kannte!

Begonnen bin ich beim Halleport – einem Überbleibsel der zweiten Stadtmauer aus dem Mittelalter. Hier kommt man gut mit der U-Bahn oder Straßenbahn hin. Durch die Hoogstraat/Rue Haute gelange ich bald zur Cité Hellemans an der linken Seite. Das ist ein Sozialwohnbauprojekt aus den 10er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die 6 Wohnblöcke aus roten und gelben Ziegelsteinen sehen nicht nur hübsch aus, sie führen auch gleich zu den ersten beiden Comicwänden in der Rue Pieremans/Pieremansstraat.

Cité Hellemans  Rue Pieremans/Pieremansstraat  Rue Pieremans/Pieremansstraat

Am Ende der Straße sehe ich bereits den Flohmarkt am Vossenplein/Place du Jeu des Balles. Hier kann man an sieben Tagen die Woche das ganze Jahr hindurch Trödel und Krimskrams erstehen. Rund um den Platz gibt es eine paar alte kuriose Cafés – der richtige Platz um die Brüsseler Volksseele zu erkunden.

       

Weiter geht’s die Reebockstraat/ Rue Chevreuil hinunter und die Kapucijnenstraat / Rue Capucines wieder hinauf. Alte kleine Häuschen schmiegen sich hier aneinander und über den Viertel droht förmlich der riesige Justizpalast.

Reebokstraat/Rue du Chevreuil Kapucijnenstraat/Rue des Capucines Kapucijnenstraat/Rue des Capucines

Wenn man die Comics genauer betrachtet, findet man immer ein Detail der Umgebung im Bild – im mittleren Bild ist der Justizpalast abgebildet, den man auch in echt dahinter sieht.

Wieder auf der Höhe der Hoogstraat/Rue Haute angekommen, sehe ich auch gleich die Comicwand von Hergés Stups und Steppke und ein Stück weiter und komme ich am Breughel-Haus vorbei. Hier hat Pieter Breughel der Ältere tatsächlich 6 Jahre gewohnt. Das Haus ist über 500 Jahre alt! Der Platz daneben ist auch nach dem berühmten Maler benannt. Hier führt ein Lift zum Plateau des Justizpalastes. Ich biege aber beim Lift links in die Miniemenstraat/Rue des Minimes ein.

     Miniemenstraat/Rue des Minimes         Miniemenstraat/Rue des Minimes
Ich bestaune noch ein letztes Fresko und spaziere dann weiter bis zum Sablon, wo ich von einem Pralinengeschäft förmlich in das nächste falle …… aber das ist ein andere Geschichte!

Gerti
24.10.2011 08:24

Zwei Restauranttipps in Brüssel

Obwohl ich schon etliche Restaurants in Flandern und Brüssel besucht und „getestet“ habe, erstaunt mich die hervorragende Küche doch immer wieder aufs Neue.

Was mich zusätzlich jedes Mal wieder beeindruckt ist, dass man sowohl in superstylischen und hippen als auch in einfachen und traditionellen Lokalen gleichermaßen gut speisen kann. Bei meiner letzten Besichtigungstour vergangene Woche habe ich zwei ganz unterschiedliche Restaurants in Brüssel „getestet“.

Ein ganz uriges „Beisl“ im Marollenviertel unterhalb des Justizpalastes ist das Restobieres. Wie der Name schon andeutet, werden in dieser Brasserie die Speisen großteils mit Bier zubereitet. Nach meiner Vorspeise, im übrigen die besten Garnelenkroketten, die ich jemals gegessen habe (und ich esse diese immer, wenn sie auf der Speisekarte stehen!) entschied ich mich für ein Kaninchen in Biersauce – eine ausgezeichnete Wahl, obwohl die Seezunge mit der Jakobsmuschel ebenfalls in Biersauce zubereitet, auch toll ausgesehen, und, wie meine Kolleginnen bestätigen, auch super geschmeckt hat….

Als Nachspeise habe ich mir ein Spekulatiuseis gegönnt, hmm einfach himmlisch!

Das Lokal ist nicht nur wegen seines hervorragenden Essens bei den Brüsselern sehr beliebt, die Ausstattung ist urig, der Chef ein echtes Unikum und ein wahrer Verkleidungskünstler & Entertainer: ob Magritte, Belleman oder Mönch, in Windeseile verwandelt sich der Chef in bekannte belgische Persönlichkeiten. Alles in Allem, ein unvergesslicher kulinarischer und unterhaltsamer Abend.

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Auf eine ganz andere Art und Weise hat mich das erst kürzlich eröffnete Restaurant Parkside, das sich in der Nähe des Jubelparkes befindet, beeindruckt. Beim Betreten des Restaurants steht man gleich direkt vor einer gleichermaßen edlen wie imposanten Bar. Das Restaurant ist sehr geschmackvoll eingerichtet, es dominieren dunkle Farbtöne und es werden auf die Details ein besonderes Augenmerk gelegt: superschöne Vasen sowie stylische Lampen und Luster zieren dieses Lokal. Auch auf das Auftreten der Bedienung, die im Übrigen sehr freundlich ist, wird hier Wert gelegt: weiße Bluse/Hemd, schwarze Hose und darüber eine schwarze Lederschürze – echt edel!

Die Auswahl der Getränke und Speisen ist vielfältig, die Präsentation und die Qualität super: mein Kabeljau war einfach himmlisch und ein krönender Abschluss war tatsächlich mein Dessert: Café glacé auf wienerische Art und Weise. Ich muss gestehen, so einen leckeren „Eiskaffee“ habe ich in Wien noch nicht geschlürft!

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Nach diesem Schlemmerwochenende wird mir wieder Mal bewusst: Brüssel, ich komme wieder!

PS: In Flandern und Brüssel wird man als Gast auch dann sehr höflich behandelt, wenn man nicht gerade supergestylt ein Restaurant betritt!

Claudia
29.11.2010 09:24

Streifzug durch Brüssels Sonntagsmärkte

Einkaufen nach Herzenslust – und das am Sonntag von frühmorgens bis spät in den Nachmittag hinein und in allen möglichen und ungeahnten Ecken der Stadt – auf edel & antik, multikulti oder Kitsch pur- das hat in Brüssel Tradition und ist in kaum einer anderen europäischen Metropole so gut möglich wie in Brüssel. Erst am vergangenen Wochenende konnte ich diese erstaunliche Erfahrung erstmalig selbst machen. Die beiden bekanntesten Märkte im absoluten Zentrum von Brüssel – den edlen Antiquitätenmarkt am Place du Sablon, der von zahlreichen Chocolatiers und noblen Geschäften gesäumt ist, und auch den nahe gelegenen klassischen Flohmarkt am Place du Jeu de Balle – kenne ich schon gut, weil ich immer wieder, wenn ich an einem Sonntag in Brüssel bin und es die Zeit erlaubt, gerne auf einen Sprung vorbei schaue um die einzigartige Atmosphäre zu genießen.

Aber, wie schon erwähnt, es gibt da tatsächlich noch zahlreiche andere sehr sehenswerte Märkte und Straßen in Brüssel, die es am Sonntag zu entdecken gilt:
Mit Bus oder der Metro (U-Bahn) sind die Markten van Kuregem/Marchés des  Cureghem (So 7 – 13h, U-Bahn ´Clemenceau´) im Gelände der ehemaligen Schlachthäuser in Anderlecht (Slachthuizen van Anderlecht/Abbatoirs Anderlecht)  von der Innenstadt bequem zu erreichen, in denen – teils überdacht in der ehemaligen großen Schlachthalle, teils in losen Verkaufsständen, oder IMG_3417auch kleineren Hallen - alles nur Erdenkliche feilgeboten wird. Es gibt dort  scheinbar tatsächlich nichts, das es nicht gibt!
Von dort war es nur mehr einen kurzen Spaziergang zum nächsten  stadtbekannten Markt, dem IMG_3415Sonntagsmarkt beim Südbahnhof Zuidstation/Gare du Midi (So 7 – 13h, U-Bahn Station “Gare du Midi”), wo ebenfalls viel günstige Kleidung und vor allem frische Lebensmittel aller Art zu erstehen waren.  

Nun war aber eine kleine Abwechslung fällig. Von jetzt an ging´s ”bergauf” – und zwar vom Südbahnhof weg mit der Straßenbahn Nummer 81, die sich die hügeligen Straßen des Jugendstilviertels St. Gilles gemächlich hinauf schlängelte. Vorbei an beschaulichen Plätzen und wunderschönen Art Deco Fassaden bis zu einer der Stationen nahe dem Wochenmarkt St. Gillis Voorplein/Parvis de Saint-Gilles (So 9 – 13 h, übrigens auch mit der U-Bahn “Parvis de Saint-Gilles” erreichbar),

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zu dem wir gemütlich das kleine Stück bergab schlenderten. Hier flanierten wir an den mit Köstlichkeiten gespickten Marktständen vorbei und genossen das geschäftige Markttreiben. Aufgewärmt mit einer chocolat chaud haben wir uns in einem der vielen gemütlichen Cafés, die den Markt säumen, und zwar im sehr authentischen Café Verschuren.


Noch ausständig war da außerdem der Tipp, den wir erst am Vortag von einer Brüsselerin bekommen hatten: die Marokkanische Einkaufsstraße in Schaerbeek, nahe dem Nordbahnhof (U-Bahn Station `Gare du Nord´) in der Brabantstraat/Rue de Brabant. Obwohl in den Reiseführern ´Sonntag 8 – 13 h´ angeführt wird, so war auch am späten Nachmittag, als wir nach einem ausgedehnten Mittagessen und einem kleinen Rundgang durch das EU-Viertel, endlich dort ankamen, das Straßentreiben noch in vollem Gange. Leder, Goldschmuck und weniger schicke bis durchaus auch modische Kleidungsstücke – so die Ingredienzen dieses eindrucksvollen Bazars, wo in den Geschäftslokalen der Straße überaus günstig um die Waren gefeilscht werden kann. Perfekt also für Schnäppchenjäger. Multikulti, bunt, kitschig bis schrill!

Ein kunterbunter, außerordentlich abwechslungsreicher Tag erfüllt von wundervollen Kulturschocks und tausenden Eindrücken ging schlussendlich seinem Ende zu! 
Nicht nur um Schnäppchen zu erjagen, sondern einfach nur um wieder das einzigartige Flair zu genießen…: Ihr Märkte von Brüssel, ihr seht mich bald wieder! :)

Alex
28.11.2010 14:21

Ein Sommertag in Brüssel

Besichtigungstouren können ganz schön anstrengend sein, vor allem dann, wenn man möglichst viel in kurzer Zeit ansehen möchte. Für all jene, die sich eine kleine Verschnaufpause zwischendurch gönnen möchten um später wieder mit vollem Elan die Stadt erkunden zu können, dem empfehle ich einenFlandern 2010 225 Ausflug zum Park „Terkamerenbos – Bois de la Cambre“.  Was nämlich viele nicht wissen: Brüssel zählt zu den „grünsten“ Städten Europas und der „Terkamerenbos – Bois de la Cambre“ wird sogar als einer der schönsten Parks Europas bezeichnet. Seine weitläufigen Wiesen eignen sich hervorragend zum Ball spielen, zum Sonnen oder zum Picknicken. Wer sich aber lieber kulinarisch verwöhnen lässt, dem empfehle ich einen Besuch im Chalet Robinson, einem wunderschönen und geschmackvollen Restaurant mit riesiger Terrasse inmitten der idyllischen Grünoase.

Crazy Days 2010 449Bereits der Zugang zum Chalet, einem romantischem Gebäude in Holzkonstruktion, ist außergewöhnlich: 2 Floßminuten trennen das Restaurant, das im Übrigen auch Brasserie und Cocktailbar ist, vom grünen Festland. Das Essen ist ausgezeichnet – ein Gericht leckererer als das andere - und wer dem Genuss zu sehr verfallen ist, der kann sich in den zahlreichen Liegestühlen ausruhen oder ein  Ruderboot mieten und die „Insel“ auf dem Seeweg gemeinsam mit den Enten erkunden. Ein an das Restaurant angrenzendes Gehege mit „freilaufenden“ Hasen, lässt Kinderherzen höher schlagen und die Eltern in Ruhe essen oder chillen.

Vorreservierung fürs Restaurant dringend empfohlen!

Öffnungszeiten:

Chalet und Bar: Mo-So: 12h – 23h

Restaurant: Mo-So: 12h-14h30 und 19h-23h

Nähere Infos unter:

http://www.chaletrobinson.be

Claudia
07.07.2010 11:07

Brüssel Entdeckertour für nasse und/oder kalte Tage!

Ich war schon x-Mal in Brüssel und kenne die Stadt bei jeder Wetterlage. Bei über 30° C habe ich die vielen Parks schätzen gelernt, bei angenehmen 20° C eroberte ich ganze Stadtviertel zu Fuß, aber was machen, wenn es draußen schüttet oder das feucht-kalte Wetter einem ganz und gar die Lust auf draußen nimmt?

Mein Tipp: Auf ins überdachte Brüssel – in die vielen Galerien und Passagen, in die ‘Parallelstadt für nasse und kalte Tage’!

Route Unterstadt
Eine mögliche Route führt vom Grand Place bis zum Place Rogier, in Richtung Nordbahnhof oder auch umgekehrt – je nachdem, wo man sein Hotel hat.
Wenn man den Grand Place in Richtung Zentralbahnhof verlässt, kommt man in die Agoragalerie. Hier gibt es ganz unterschiedliche Geschäfte und mehrere Ausgänge, u. a. zum Agoraplein. Von hier kommt man gleich weiter in die Königlichen St. Hubertusgalerien. Hubertusgalerie

Da wird es gleich sehr schick und elegant.                          
Diese weltweit erste überdachte Einkaufsstraße
aus der Mitte des 19. Jahrhunderts ist sehr
weitläufig und bietet neben eher teuren Kleidungs-
und Taschengeschäften auch einige Cafès und
Chocolatiers, ein Kino und einen Buchladen.

Wenn man am Ende die Straße links hinunter nimmt, kommt man nach der ersten Ampel in die brandneue Anspachgalerie. Nach fünf Jahren Baustelle wurde dieses Shoppingcenter erst kürzlich wieder eröffnet und bietet einen modernen und abwechslungsreichen Durchgang bis zum Boulevard Anspach.

Dort geht’s dann kurz ‘open air’ Richtung Nordbahnhof, wo dann nach zwei/dreihundert Metern an der rechten Hand die Nordpassage beginnt – eine sehr schöne Galerie aus dem 19. Jahrhundert. Die 70m lange Nordpassage führt zur Rue Neuve/Nieuwstraat, die Hauptgeschäftsstraße im Zentrum. Hier findet man alle internationalen Modeketten und –marken und schließlich auch das Shoppingcenter City 2, das größte Einkaufszentrum der Hauptstadt.

Route Kunstberg-Zentrum
Eine sehr spannende überdachte Route verläuft vom Kunstberg bis ins Zentrum.
Der Eingang der Ravensteingalerie liegt direkt gegenüber dem Palais des Beaux Arts am Kunstberg. Es ist eine Galerie aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Hier gibt es einige Geschäfte, Kunstgalerien, Cafés und Imbissläden. Am Ende kommt man direkt in die Schalterhalle des Hauptbahnhofes. Wenn man hier dann Richtung Gleise eine Treppe hinuntergeht befindet sich rechterhand der Einfang zur Hortapassage. Diese Galerie stammt bereits aus dem Jahr 1936 und wurde letztes Jahr renoviert. Die Rolltreppe mit der Holzvertäfelung ist wahrlich ein Hit. Wenn man schließlich wieder ins Freie kommt, befindet man sich bereits wieder am Agoraplein, in unmittelbarer Nähe des Grand Place.                     Bortiergalerie   

Hier empfehle ich aber noch einmal einen
kleinen Anstieg in Kauf zu nehmen, noch
einmal Richtung Kunstberg. Nach der kleinen
Backsteinkirche befindet sich zur rechten Hand 
die barocke Eingangsfassade zur Bortiergalerie.
Der Durchgang führt an einem Buchladen mit
einem großen Angebot antiker Bücher und eine
Galerie für moderne Kunst entlang.


Route Louisa – Torson D’Or
Auch in der Oberstadt – im schicken Louisaviertel – gibt es eine Reihe von Einkaufsgalerien, die teilweise schon bis in die 30er Jahre des  19. Jahrhunderts zurückreichen. Ein schönes Beispiel ist die Galerie Louise, die vom Place Stephanie bis vor zur Avenue de la Toison D’Or führt. Ein Stück weiter an dieser Avenue liegt dann die Galerie de la Toison D’Or. All diese Galerien beherbergen in erster Linie Kleider- und Schuhgeschäfte, Juweliere, Parfümerien etc..

Louisegalerie 

….. aber immer auch Cafés zum Rasten und Leute beobachten!

Gerti
03.05.2010 13:27

Der Aschenwolke gerade noch entkommen

Sonnenschein macht mich glücklich, gerade auch auf Reisen. Dieses Glück potenziert sich sofort, wenn ich erfahre, dass es zu Hause regnet und kalt ist und sich alle nach einem Wetterumschwung sehnen. So war das auch letzte Woche, wo ich im Sonnenschein durch Brüssel schlenderte, die Jacke lässig über die Schulter geworfen.

Die Einkaufsgalerien waren verlassen, nur vereinzelt waren Leute in Geschäften zu sehen. Alle wollten die Sonne genießen. Die Tischchen vor den Cafés am Place du Sablon waren besetzt, es wurde getrunken, geplaudert, das Gesicht der Sonne zugewandt. Auf den Stufen des Kunstberges hatten sich Gruppen von jungen Leuten niedergelassen und wie ich so ins historische Zentrum hinunter spaziere habe ich plötzlich die Assoziation ‘Ameisenhaufen in slow motion’. Es wurlt, es brummt, Gesprächsfetzen, Lachen, Stöckelschuhgeklapper. Zwischendurch der unwiderstehliche Duft von frischen Waffeln.

Am nächsten Tag fuhr ich nach Antwerpen. Auch hier – strahlend blauer Himmel – zu Hause Regen. So geht das noch einen lieben Tag lang. Beim Mittagessen kommt dann die erste Eintrübung – nicht des Himmels, sondern meiner besten Laune.
Der Kellner redet was von einer Aschenwolke, Island, Vulkan, mögliche Flughafensperre – Moment mal! Bad joke? Dafür scheint der zu nett zu sein.

Ein schneller Anruf ins Büro – man weiß von nichts – bei der Airline übrigens auch nicht :-)
Ein prüfender Blick gen Himmel – blau so weit ich sehe! Kurz darauf ein Rückruf der Kolleginnen: “Gerti du hast Glück – alle Flüge ab 16h30 sind gestrichen, aber deiner um 16h findet statt.” 
Im Flughafenbus prüfe ich stets wieder das Blau des Himmels ob etwaiger grauer Verschmutzungstendenzen – nichts. Dann die Message: Flug gestrichen – Flughafen wird gesperrt. Das Glück ist ein Vogerl.

Am Flughafen herrscht alltägliche Geschäftigkeit. Von Chaos ist hier noch keine Spur. Die Schlange beim Fahrkartenschalter für die Bahn ist an anderen Tagen auch so lang. Ich löse ein Ticket zum Südbahnhof und kurze Zeit später bin ich auch schon unterwegs. Alles scheint so friedlich und normal, dass ich für einen kurzen Moment an meiner Wahrnehmung zweifle. Der Reality-Check folgt am Südbahnhof. Dort ist die Schlange vor den Schaltern für internationale Verbindung bereits außergewöhnlich lange. Trotzdem warte ich kaum 10 Minuten. Der Schalterbeamte ist zwar schon leicht erschöpft aber dennoch sehr bemüht.

Als ich eine halbe Stunde später wieder im Zug sitze und Brüssel langsam hinter mich lasse, diesmal in Richtung Deutschland, stellt sich ein Gefühl der Erleichterung ein. Die nahende Wolke war im aufkeimenden Chaos am Südbahnhof bereits zu spüren und ich wusste, dass ich mich noch gerade rechtzeitig aus dem (Vulkan-)Staub machen konnte.

Das Glück hatte mich doch nicht verlassen!

Gerti
19.04.2010 09:02

Valentinstag auf flämisch!

Ich weiß schon was ich heuer meinen Liebsten zum Valentinstag schenke. Nicht Blumen so wie in Österreich üblich -  no way….ich mache es auf meine Art und das ist die flämische.

In Flandern schenken wir einander romantische Dinge wie Parfums, sexy Dessous, romantische Dinners beim Kerzenschein oder einen Kurzurlaub - einfach mal dem Alltag entfliehen und Zeit für einander haben. Und was eignet sich da besser als ein Wochenende in Flandern. Genauer genommen möchte ich meinen Liebsten nach Brüssel entführen. Da gibt es ein ganz tolles Angebot von Hotel Amigo, ein 5 sternehaus mitten im Zentrum, genau hinter dem Grand Place. Das “Kinky Pinky Package” beinhaltet unter anderem eine Flasche Rosé-Champagner am Zimmer, einen Armreifen von den Designer Jan Dinh Van, Marcolini Pralinen, einen Strauß rote Rosen und Bettwäsche mit Rosenduft……Ob wir das tolle Hotel oft verlassen werden? :-) Klar möchte ich ihm unbedingt das neue Highlight des Szene zeigen: das  Spirito Martini: ein stillvolles Restaurant und Bar in einer ehemaligen Kirche. Und im Club abtanzen kann man auch noch. Das kann doch keine Sünde sein…..

Vorher führe ich ihn  in eines meinen Lieblingsrestaurants aus: das Belga Queen: Das Ambiente der ehemaligen Bankhalle ist einfach sensationell. Sowie die frischen Austern die man an der Bar bekommt! Das passt doch sehr gut zum Valentinstag…oder wähle ich doch eher das kleine romantische Restaurant Blue de toi In Brüssel gibt es so viel Spitzenrestaurants, für jeden Geschmack ist etwas dabei…mal sehen wo wir landen werden.

Mehr Tipps für einen entspannten und romantischen Kurzurlaub in Flandern gibt es auf www.flandern.at

…………und die sexy Dessous, die kann ER mich ja schenken :-)

Liesbet
20.01.2010 10:24

Brüssel – mehr als nur EU-Hauptstadt

Der letzte Tag unserer Infotour ist gekommen. Wir sind bereits gestern in Brüssel angekommen und haben in unser Hotel eingecheckt – das Stanhope! Ein wunderschönes fünf-Sterne Hotel.

Heute sind wir schon zeitig aufgestanden, damit wir genügend Zeit hatten, uns die Hauptstadt der EU anzusehen. Da ja viele Leute behaupten, dass Brüssel keine schöne Stadt ist und es nur so von Geschäftsleuten wimmelt, haben wir uns nicht so viel erwartet – was jetzt zum Schluss betrachtet, ein Fehler war.

Der Weg von unserem Hotel bis zum Grand Place war schon überwältigend. Wir kamen vorbei beim Königspalast…ein riesiges Gebäude. Gegenüber liegt der wunderschön angelegte Stadtpark – ein Platz wo Jung und Alt aufeinander treffen, Eltern unterhalten sich auf den Bänken während die Kinder miteinander spielen.

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Nach unserem Spaziergang durch den Park gingen wir über den Museumplein zum  Kunstberg, wo man die schönste Aussicht auf das historische Zentrum auf sich wirken lassen kann. Es scheint, als würde dir die Innenstadt zu Füßen liegen.

 

Durch verschiedenste bezaubernde Gässchen und über beeindruckende Plätze erreichten wir den Grand Place. Ein Gebäude imponierender als das andere. Und mitten auf dem Platz eine Krippe mit echten Schafen darin!

Nach einem Rundgang auf dem Grand IMG_0193
Place machten wir uns auf den Weg,
das historische Zentrum zu erkunden.
Wir begannen bei den Hubertus Galerien –
die erste überdachte Einkaufsstraße der
Welt, mit noblen Boutiquen, Cafés und
Restaurants! Die Rue de Bouchers –
die sogenannte Fressstraße – beginnt
direkt bei den Galerien. Man geht durch
eine Gasse voller Restaurants, die
Kellner stehen vor den Geschäften
und verlocken die Touristen, zum Essen zu
bleiben.
In einer engen Gasse in der Mitte von der Fressstraße befindet sich die Janneke Pis – eine Statue eines kleinen frechen Mädchens.

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Unser Rundgang brachte uns anschließend zur Börse. Ein riesiges, wunderschönes Gebäude. Auf der Vorderseite stehen sechs Säulen, die die Aufschrift “Bourse de Commerce” tragen. Die Stiegen, die zum Haupteingang führen, sind gefüllt mit Jugendlichen, die sich bei der Börse gerne ihren Treffpunkt ausmachen.

 

Nach einem kurzen Aufenthalt ging es dann weiter – unser Ziel – Manneken Pis - das kleine pinkelnde Männchen, welches sogar ein eigenes Museum am Grand Place hat, worin seine gesamten Kleidungsstücke aufbewahrt werden.

Da wir nun am Grand Place wieder angekommen waren, beschlossen wir, etwas essen zu gehen. Wir entschieden uns für das T’Kelderke. Ein von außen unscheinbares Restaurant mit köstlichem Essen, wie sich herausstellte. Die Kellner waren sehr freundlich und haben sich alle Mühe gegeben, unsere Wünsche zu erfüllen.

Gestärkt vom Essen spazierten wir weiter durch Brüssel. Unser letztes Ziel unserer Reise – der Justizpalast. Auf unserem Weg kamen wir vorbei am Grand Sablon, ein Platz, wo an Samstagen und Sonntagen der berühmte Antiquitätenmarkt stattfindet.

Am Ende der Straße sahen wir bereits den Justizpalast. Leider wird dieser gerade renoviert und man sieht das Gebäude nicht in seiner ganzen Pracht.

Nach unserem Rundgang machten wir uns auf den Weg zum Hotel, wo wir unsere Koffer abholten. Dann marschierten wir zum Bahnhof, wo wir den Zug zum Flughafen nahmen.

Jetzt sitzen wir hier und warten dass wir unser boarding haben. So schnell können vier Tage vergehen, ein beeindruckendes Erlebnis, welches ich nur weiterempfehlen kann.

Kathi
14.12.2009 18:15

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